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Mesék németül: Hamupipőke

by Birinyi Balázs

A németül tanulóknak – és nem csak a gyerekeknek – szeretnénk kedveskedni: mostantól minden hónapban klasszikus meséket olvashattok németül, egy másik posztban pedig a magyar fordítást is megtaláljátok itt a blogon. Hatodik mesénk: Hamupipőke

 

Aschenputtel

 

Einem  reichen  Manne,  dem  wurde  seine  Frau  krank,  und  als  sie  fühlte,  daß  ihr  Ende herankam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach ‘liebes Kind, bleibe fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herabblicken,  und  will um  dich  sein.’  Darauf  tat  sie  die  Augen  zu  und  verschied. Das Mädchen ging jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte, und blieb fromm und gut. Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau. Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Da ging eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an. ‘Soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen’, sprachen sie, ‘wer Brot essen will, muß es verdienen: hinaus mit der Küchenmagd.’ Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg, zogen ihm einen grauen alten Kittel an, und gaben ihm hölzerne Schuhe. ‘Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist’, riefen sie, lachten und führten es in die Küche. Da mußte es von Morgen bis Abend schwere Arbeit tun, früh vor Tag aufstehn, Wasser tragen, Feuer anmachen,  kochen  und  waschen.  Obendrein  taten  ihm  die  Schwestern  alles  ersinnliche Herzeleid an, verspotteten es und schütteten ihm die Erbsen und Linsen in die Asche, so daß es sitzen und sie wieder auslesen mußte. Abends, wenn es sich müde gearbeitet hatte, kam es in kein Bett, sondernmußte sich neben den Herd in die Asche  legen.  Und  weil  es  darum immer staubig und schmutzig aussah, nannten sie es Aschenputtel. Es trug sich zu, daß der Vater einmal in die Messe ziehen wollte, da fragte er die beiden Stieftöchter, was er ihnen mitbringen sollte. ‘Schöne Kleider’ sagte die eine, ‘Perlen und Edelsteine’ die zweite. ‘Aber du, Aschenputtel’  sprach  er,  ‘was  willst  du  haben?’,  ‘Vater,  das  erste  Reis,  das  Euch  auf  Eurem Heimweg  an  den  Hut  stößt,  das  brecht  für  mich  ab.’  Er  kaufte  nun  für  die  beiden Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine, und auf dem Rückweg, als er durch einen grünen Busch ritt, streifte ihn ein Haselreis und stieß ihm den Hut ab. Da brach er das Reis ab und ahm es mit. Als er nach Haus kam, gab er den Stieftöchtern, was sie sich gewünscht hatten, und dem Aschenputtel gab er das Reis von dem Haselbusch. Aschenputtel dankte ihm, ging zu seiner Mutter Grab und pflanzte das Reis darauf, und weinte so sehr, daß die Tränen darauf niederfielen und es begossen. Es wuchs aber, und ward ein schöner Baum. Aschenputtel gingalle Tage dreimal darunter, weinte und betete, und allemal kam ein weißes Vöglein auf den Baum, und wenn es einen Wunsch aussprach, so warf ihm as Vöglein herab, was es sich gewünscht hatte. Es begab sich aber, daß der König ein Fest anstellte,  das  drei Tage dauern sollte, und wozu alle schönen Jungfrauen im Lande eingeladen wurden, damit sich sein Sohn eine Braut aussuchen möchte. Die zwei Stiefschwestern, als sie hörten, daß sie auch  dabei  erscheinen sollten,  waren  guter  Dinge,  riefen  Aschenputtel und sprachen ‘kämm uns  die  Haare,  bürste  uns  die  Schuhe  und  mache  uns  die  Schnallen  fest,  wir  gehen  zur Hochzeit auf des Königs Schloß.’ Aschenputtel gehorchte, weinte aber, weil es auch gern zum Tanz  mitgegangen  wäre,  und  bat  die  Stiefmutter,  sie  möchte  es  ihm  erlauben.  ‘Du Aschenputtel’ sprach sie, ‘bist voll Staub und Schmutz, und willst zur Hochzeit? du hast keine Kleider und Schuhe, und willst tanzen’. Als es aber mit  Bitten anhielt, sprach sie endlich  ‘da habe  ich  dir  eine  Schüssel  Linsen  in  die  Asche geschüttet,  wenn  du  die  Linsen  in  zwei Stunden  wieder  ausgelesen  hast,  so  sollst  du  mitgehen.’  Das  Mädchen  ging  durch  die Hintertür nach dem Garten und rief ‘ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vögleunter dem Himmel, kommt und helft mir lesen, die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.’ Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein, und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vöglein unter dem Himmel herein und ließen sich  um  die  Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit den Köpfchen und fingen an pick, pick, pick, pick, und da fingen die übrigen auch an pick, pick, pick, pick, und lasen alle guten Körnlein in die Schüssel. Kaum war eine Stunde herum, so waren sie schon fertig und flogen alle wieder hinaus. Da brachte das Mädchen die Schüssel der Stiefmutter, freute sich und glaubte, es dürfte nun mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach ‘nein, Aschenputtel, du hast keine Kleider, und kannst nicht tanzen, du wirst nur ausgelacht.’ Als es nun weinte, sprach sie ‘wenn du mir zwei Schüsseln voll Linsen in einer Stunde aus der Asche rein lesen kannst, so sollst du mitgehen’ und dachte  ‘das kann  es ja nimmermehr.’ Als sie  die zwei Schüsseln Linsen in die Asche geschüttet hatte, ging das Mädchen durch die Hintertür nach dem Garten und rief ‘ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mit lesen, die guten ins Töpfchen,die schlechten ins Kröpfchen.’Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vögel unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit ihren Köpfchen und fingen an pick, pick, pick, pick, und da fingen die übrigen  auch  an  pick,  pick,  pick,  pick,  und  lasen  alle  guten Körner in die Schüsseln. Und ehe eine halbe Stunde herum war, waren sie schon fertig, und flogen alle wieder hinaus. Da trug das Mädchen die Schüsseln zu der Stiefmutter, freute sich und glaubte, nundürfte es mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach ‘es hilft dir alles nichts, du kommst nicht mit, denn du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen; wir müßten uns deiner  schämen.’  Darauf  kehrte  sie  ihm  den  Rücken  zu  und  eilte  mit  ihren  zwei  stolzen Töchtern fort. Als nun niemand mehr daheim war, ging Aschenputtel zu seiner Mutter Grab unter den Haselbaum und rief ‘Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich.’ Da warf ihm der Vogel ein  golden und silbern Kleid herunter und mit Seide und Silber ausgestickte Pantoffeln. In aller Eile zog es das Kleid an und ging zur Hochzeit. Seine Schwestern aber und die Stiefmutter kannten es nicht und meinten, es müsse eine fremde Königstochter sein, so schön sah es in dem goldenen Kleide aus. An Aschenputtel dachten sie gar nicht und dachten, es säße daheim im Schmutz und suchte die Linsen aus der Asche. Der Königssohn kam ihm entgegen, nahm es bei der Hand und tanzte mit ihm. Er wollte auch sonst mit niemand tanzen, also daß er ihm die Hand nicht losließ, und wenn ein anderer kam, es aufzufordern, sprach er ‘das ist meine Tänzerin.’ Es tanzte, bis es Abend war, da wollte es nach Haus gehen. Der Königssohn aber sprach ‘ich gehe mit und begleite dich’ denn er wollte sehen,  wem  das  schöne  Mädchen  angehörte.  Sie  entwischte  ihm  aber  und  sprang  in  das Taubenhaus. Nun wartete der Königssohn, bis der Vater kam, und sagte ihm, das fremde Mädchen wär in das Taubenhaus gesprungen. Der Alte dachte ‘sollte es Aschenputtel sein?’ und sie mußten ihm Axtund  Hacken  bringen,  damit  er  das  Taubenhaus  entzweischlagen konnte,  aber  es  war  niemand  darin.  Und  als  sie  ins  Haus  kamen,  lag  Aschenputtel  in  seinen schmutzigen Kleidern in der Asche, und ein trübes ÖIIämpchen brannte im Schornstein; denn Aschenputtel  war  geschwind  aus  dem  Taubenhaus  hinten  herabgesprungen,  und  war  zu  dem Haselbäumchen gelaufen: da hatte es die schönen Kleider abgezogen und aufs Grab gelegt und  der  Vogel  hatte  sie  wieder  weggenommen,  und  dann  hatte  es  sich  in  seinem  grauen Kittelchen  in  die Küche zur Asche gesetzt. Am andern Tag, als das Fest von neuem anhub, und die Eltern und Stiefschwestern wieder fort waren, ging Aschenputtel zu dem Haselbaum nd sprach ‘Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich.’ Da  warf  der  Vogel  ein  noch  viel  stolzeres  Kleid  herab  als  am  vorigen  Tag.  Und  als  es  mit diesem  Kleide  auf  der Hochzeit  erschien,  erstaunte  jedermann  über seine  Schönheit.  Der Königssohn aber hatte gewartet, bis es kam, nahm es gleich bei der Hand und tanzte nur allein mit ihm. Wenn die andern kamen und es aufforderten, sprach er ‘das ist meine Tänzerin.’ Als es nun Abend war, wollte es fort und der Königssohn ging ihm nach und wollte sehen, in welches  Haus  es  ging:  aber  es  sprang  ihm  fort  und  in  den  Garten  hinter  dem  Haus.  Darin stand ein schöner großer Baum, an dem die herrlichsten Birnen hingen, es kletterte so behend wie  ein  Eichhörnchen  zwischen  die  Äste,  und  der  Königssohn  wußte  nicht,  wo  es hingekommen  war.  Er  wartete  aber,  bis  der  Vater  kam,  und  sprach  zu ihm  ‘das  fremde Mädchen ist mir entwischt, und ich glaube, es ist auf den Birnbaum gesprungen.’ Der Vater dachte ‘sollte es Aschenputtel sein?’ ließ sich die Axt holen und hieb den Baum um, aber es war niemand darauf. Und als sie in die Küche kamen, lag Aschenputtel da in der Asche, wie sonst  auch,  denn  es  war  auf  der  andern  Seite  vom  Baum  herabgesprungen,  hatte  dem  Vogel auf  dem  Haselbäumchen  die  schönen  Kleider  wiedergebracht  und  sein  graues  Kittelchen angezogen.  Am  dritten  Tag,  als  die  Eltern  und  Schwestern  fort  waren,  ging  Aschenputtel wieder zu seiner Mutter Grab und sprach zu dem Bäumchen ‘Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,wirf Gold und Silber über mich.’ Da  warf  der  Vogel  ein  noch  viel  stolzeres  Kleid  herab  als  am  vorigen  Tag.  Und  als  es  mit diesem  Kleide  auf  der Hochzeit  erschien, erstaunte  jedermann  über seine  Schönheit.  Der Königssohn aber hatte gewartet, bis es kam, nahm es gleich bei der Hand und tanzte nurallein mit ihm. Wenn die andern kamen und es aufforderten, sprach er ‘das ist meine Tänzerin.’ Als es nun Abend war, wollte es fort und der Königssohn ging ihm nach und wollte sehen, in welches  Haus  es  ging:  aber  es  sprang  ihm  fort  und  in  den  Garten  hinter  dem  Haus.  Darin stand ein schöner großer Baum, an dem die herrlichsten Birnen hingen, es kletterte so behend wie  ein  Eichhörnchen  zwischen  die  Äste,  und  der  Königssohn  wußte  nicht,  wo  es hingekommen  war.  Er  wartete  aber,  bis  der  Vater  kam,  und  sprach  zu ihm  ‘das  fremde Mädchen ist mir entwischt, und ich glaube, es ist auf den Birnbaum gesprungen.’ Der Vater dachte ‘sollte es Aschenputtel sein?’ ließ sich die Axt holen und hieb den Baum um, aber es war niemand darauf. Und als sie in die Küche kamen, lag Aschenputtel da in der Asche, wie sonst  auch,  denn  es  war  auf  der  andern  Seite  vom  Baum  herabgesprungen,  hatte  dem  Vogel auf  dem  Haselbäumchen  die  schönen  Kleider  wiedergebracht  und  sein  graues  Kittelchen angezogen.  Am  dritten  Tag,  als  die  Eltern  und  Schwestern  fort  waren,  ging  Aschenputtel wieder zu seiner Mutter Grab und sprach zu dem Bäumchen ‘Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich. Nun warf ihm der Vogel ein Kleid herab, das war so prächtig und glänzend, wie es noch keins gehabt hatte, und die Pantoffeln waren ganz golden. Als es in dem Kleid zu der Hochzeit kam, wußten sie alle nicht, was sie vor Verwunderung sagen sollten. Der Königssohn tanzte ganz allein  mit  ihm,  und  wenn  es  einer  aufforderte,  sprach  er  ‘das  ist  meine Tänzerin.’ Als es nun Abend  war,  wollte  Aschenputtel  fort,  und  der  Königssohn  wollte  es  begleiten,  aber  es entsprang ihm so geschwind, daß er nicht folgen konnte. Der Königssohn hatte aber eine List gebraucht,   und   hatte   die   ganze   Treppe   mit   Pech   bestreichen   lassen:   da   war,   als   es hinabsprang, der linke Pantoffel des Mädchens hängen geblieben. Der Königssohn hob ihn auf, und er war klein und zierlich und ganz golden. Am nächsten Morgen ging er damit zu dem Mann und sagte zu ihm ‘keine andere soll meine Gemahlin werden als die, an deren Fuß dieser goldene Schuh paßt.’ Da freuten sich die beiden Schwestern, denn sie hatten schöne Füße. Die älteste ging mit dem Schuh in die Kammer und wollte ihn anprobieren, und die Mutter stand dabei. Aber sie konnte mit der großen Zehe nicht hineinkommen, und der Schuh war ihr zu klein, da reichte ihr die Mutter  ein Messer und sprach  ‘hau die  Zehe ab: wann du Königin bist, so brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.’ Das Mädchen hieb die Zehe ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Sie mußten aber an dem Grabe vorbei, da saßen die zwei Täubchen auf dem Haselbäumchen und riefen ‘rucke di guck, rucke diguck, Blut  ist  im Schuck  (Schuh): Der  Schuck  ist  zu  klein, die  rechte  Braut  sitzt  noch daheim.’ Da blickte er auf ihren Fuß und sah, wie das Blut herausquoll. Er wendete sein Pferd um, brachte die falsche Braut wieder nach Hause und sagte, das wäre nicht die rechte, die andere Schwester  solle  den  Schuh  anziehen.  Da  ging  diese  in  die  Kammer  und  kam  mit  den  Zehen glücklich in den Schuh, aber die Ferse war zu groß. Da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach ‘hau ein Stück von der Ferse ab: wann du Königin bist, brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.’ Das Mädchen hieb ein Stück von der Ferse ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen, saßen die zwei Täubchen darauf und riefen ‘rucke di guck, rucke di guck,Blut  ist  im  Schuck  (Schuh): Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.’ Er blickte nieder auf ihren Fuß und sah, wie das Blut aus dem Schuh quoll und an den weißen Strümpfen ganz rot heraufgestiegen war. Da wendete er sein Pferd und brachte die falsche Braut  wieder  nach  Haus.  ‘Das  ist  auch  nicht  die  rechte,’  sprach  er,  ‘habt  ihr  keine  andere Tochter?’  ‘Nein’  sagte  der  Mann,  ‘nur  von  meiner  verstorbenen Frau  ist  noch  ein  kleines verbuttetes Aschenputtel da: das kann unmöglich die Braut sein.’ Der Königssohn sprach, er sollte  es  heraufschicken,  die  Mutter  aber  antwortete  ‘ach  nein,  das  ist  viel  zu  schmutzig,  das darf  sich  nicht  sehen  lassen.’  Er  wollte  es aber durchaus haben, und Aschenputtel mußte gerufen werden. Da wusch es sich erst Hände und Angesicht rein, ging dann hin und neigte sich vor dem Königssohn, der ihm den goldenen Schuh reichte. Dann setzte es sich auf einen Schemel, zog den Fuß aus dem schweren Holzschuh und steckte ihn in den Pantoffel, der war wie angegossen. Und als es sich in die Höhe richtete und der König ihm ins Gesicht sah, so erkannte er das schöne Mädchen, das mit ihm getanzt hatte, und rief ‘das ist die rechte Braut.’ Die Stiefmutter und die beiden Schwestern  erschraken und wurden bleich vor Arger: er aber nahm  Aschenputtel  aufs  Pferd  und  ritt  mit  ihm  fort.  Als  sie  an  dem  Haselbäumchen vorbeikamen, riefen die zwei weißen Täubchen ‘rucke di guck, rucke di guckkein  Blut  im Schuck Der Schuck ist nicht zu klein, die rechte Braut, die führt er heim.’ Und  als  sie  das  gerufen  hatten,  kamen  sie  beide  herabgeflogen  und  setzten  sich  dem Aschenputtel  auf  die  Schultern,  eine  rechts,  die  andere  links,  und  blieben  da  sitzen.  Als  die Hochzeit  mit  dem  Königssohn  sollte  gehalten  werden,  kamen  die  falschen  Schwestern, wollten sich einschmeicheln und teil an seinem Glück nehmen. Als die Brautleute nun zur Kirche gingen, war die älteste zur rechten, die jüngste zur linken Seite: da pickten die Tauben einer jeden das eine Auge aus. Hernach, als sie herausgingen, war die älteste zur linken und die jüngste zur rechten: da pickten die Tauben einer jeden das andere Auge aus. Und waren sie also für ihre Bosheit und Falschheit mit Blindheit auf ihr Lebtagbestraft.

 

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Birinyi Balázs

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